Tales of Women: Agathe, ALTEN-Projektleiterin für ThermoDyn

26/10/2021

Erfahrungsbericht von Agathe, ALTEN-Projektleiterin für ThermoDyn

„Ich bin von Natur aus neugierig und interessiere mich schon immer für die verschiedensten technischen Themen. Und genau diese Vielfalt genieße ich aktuell besonders in meinem Arbeitsalltag“. Agathe war schon immer sehr engagiert und das spiegelt sich auch in ihrer Karriere wider. So sammelte sie Erfahrung in den unterschiedlichsten technischen Bereichen. Auch räumlich liebt sie die Veränderung und hat die Chance genutzt an unterschiedlichen Standorten zu arbeiten.

„Meine Neugierde hat dazu geführt, dass ich viel herumgekommen bin! Ich habe in Nevers einen Abschluss als Ingenieurin mit Schwerpunkt Mechanik/Einkauf gemacht. Danach habe ich eine Lehre im Bereich Automatisierung bei einem Automobilhersteller zwischen Paris und Valenciennes absolviert, bevor ich bei ALTEN als Einkäufer bei einem Hersteller von Spezialmaschinen für Kunststoffteile für die Automobilindustrie in Rennes angefangen habe… Und derzeit arbeite ich mit einem Kunden zusammen, der sich auf Turbinen und Kompressoren in Le Creusot in Burgund spezialisiert hat!“

Teamgeist ist für sie als Projektleiterin entscheidend

Als ALTEN-Projektmanagerin bei ThermoDyn kümmert sich Agathe um den Kundendienst für Turbinen (Lieferung von Ersatzteilen, Reparaturen und Modernisierungen) für zwei Kunden. Einer ist spezialisiert auf Kernenergie, der andere auf das Militär. „Es ist eine sehr technische Position, in der man ständig Neues lernen muss. Vor allem in diesen Sektoren, die hohe Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität erfordern“, betont Agathe. „Es bedeutet aber nicht, dass man die Funktionsweise der Turbinen bis in das kleinste technische Detail kennen muss. Viel wichtiger ist es, den reibungslosen Ablauf der damit verbundenen Projekte zu gewährleisten, von der Ermittlung des Kundenbedarfs bis zur Lieferung des Ersatzteils oder der Durchführung der Reparatur“.

Agathe wird dabei von einem Team aus Experten und Support-Funktionen unterstützt, ohne die sie ihre Arbeit nicht machen könnte. „Für mich bedeutet Führungsverantwortung nicht ‚Chef sein‘, sondern eher ‚mitarbeiten‘. Bei der Arbeit mit Menschen geht es vor allem darum zusammenzuarbeiten und das Beste aus dem Team herauszuholen. So entwickelt man sich auch selbst weiter“, erklärt sie.

Der Teamgeist, auf den Agathe so viel wert legt, war es auch der dazu geführt hat, dass sie zur ALTEN-Standortbeauftragten gewählt wurde. Agathe ist verantwortlich für den Zusammenhalt des Teams und den Austausch wichtiger Informationen mit den Engineering Consultants vor Ort beim Kunden. Mit ihrer Position als Vermittlerin zwischen dem Vertriebsleiter, dem technischen Leiter und dem Kunden ist sie eine wichtige Anlaufstelle.

Finalistin des Women in Industry „Promising Start“ Award

„Ich war schon von klein auf neugierig auf die technische Seite der Dinge. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit meinem Vater Computer auseinanderzunehmen! Vor allem in der Schule wurde ich mit Stereotypen und Vorurteilen konfrontiert, wenn es um ein solches Interesse ging. Aber das hat mich nicht davon abgehalten, an mich selbst und meinem Ziel, Ingenieurin zu werden, zu glauben!“.

Sich trauen, hart arbeiten, Interesse zeigen … Das war für Agathe das Geheimnis, um ihre Ziele zu erreichen: ein Abitur in Industrietechnik und Naturwissenschaften, ein Vorbereitungskurs für die Ingenieurschule und dann der Eintritt in das Institut Supérieur de l’Automobile et des Transports (eine öffentliche französische Ingenieurschule, die auf smarte Autos, Luft- und Raumfahrt und Transport spezialisiert ist). „Geschlechtsspezifische Barrieren in technischen Berufen treten meist nur vor dem Berufseinstieg auf. Als ich an meiner Ingenieurschule letztendlich anfing, stellte ich schnell fest, dass Vielfalt willkommen war. Es ist also wichtig nie aufzugeben, wenn man eine Idee im Kopf hat!“.

Agathe ist der Meinung, dass Beharrlichkeit für einen Ingenieur unerlässlich ist, wie sie mit einem anderen Beispiel aus der Zeit verdeutlicht, als sie ihr Projekt bei ThermoDyn begann: „Ich kannte nicht alle technischen Details der Turbinen, an denen ich arbeitete, aber das hat mich nicht abgeschreckt. Ingenieure sollten sich nie selbst einschränken. Vor allem nicht, wenn sie mit dem Unbekannten konfrontiert werden. Schließlich kann das immer interessant sein. Mein allgemeines Know-How, ergänzt durch die spezifischen Kenntnisse der Experten im Team haben mir geholfen meinen Platz zu finden und mein Wissen zu erweitern“.

Diese Beharrlichkeit, die Agathe in der Branche immer bewiesen hat, wurde belohnt, als sie für das Finale der Women in Industry Awards 2020 in der Kategorie „Promising Start“ nominiert wurde. Veranstaltet wird der Award von L’Usine Nouvelle, einem französischen Wochenmagazin über Wirtschaft und Technologien im Industriesektor. „Ich bin sehr stolz und möchte allen danken, die an meinen Traum geglaubt haben, eines Tages Ingenieurin zu werden und mich in diesem Beruf erfolgreich weiterzuentwickeln“.

 



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