Tales of Women: Marina, Software Developer für Smart Robotics

02/09/2021

Erfahrungsbericht von Marina, ALTEN Software Developer für Smart Robotics

Herausforderungen sind das, was Marina antreibt. Die Ingenieurin mit Spezialisierung auf Robotik und Automatisierung hat nicht lange gezögert, um ihr Geburtsland Spanien zu verlassen und in den Niederlanden zu studieren. Dort schloss sie ihren Master in Ingenieurwissenschaften an der renommierten Delft University of Technology ab. Auf einem Fachforum lernte sie dann die ALTEN-Teams kennen und ihr wurde ein erstes Projekt in den Niederlanden angeboten – eine berufliche und persönliche Erfahrung, die sie vor neue Herausforderungen stellte. Marina wollte deshalb nicht nur Niederländisch lernen, sondern auch Roboter entwickeln und mehr über diese faszinierenden technischen Objekte, über deren Komplexität und weitreichenden Möglichkeiten erfahren.

Einen Roboterarm programmieren und die menschliche Tätigkeit neu bewerten

„Das Projekt, an dem ich arbeite, zielt auf die Entwicklung flexibler Lösungen für die Logistikbranche. Unsere Entwicklungen ermöglichen es Roboterarmen Produkte zu sortieren und Lagerbestände und Lieferungen für E-Commerce-Unternehmen zu organisieren. Als Softwareentwicklerin ist es meine Aufgabe neue Funktionen zu programmieren, um diese in die Roboter zu implementieren.“

Marina ist also eine der menschlichen Intelligenzen, die hinter dem Verhalten all dieser Roboter, die online aufgegebene Bestellungen korrekt vorbereiten und an ihre Empfänger versenden, stehen. „Gemeinsam mit den Teams besteht unsere Aufgabe darin, die Roboter zu testen und beim Kunden einzusetzen. Bei neuen Funktionen geht es darum, dem Roboter beizubringen, wie er sich in Gegenwart von Menschen verhalten soll, eine Bewegung ausführen soll, ein Produkt greifen und es für den Transport auf das Förderband legen soll oder zu einer Produktionslinie gelangen, um neue Geräte zu integrieren, wie zum Beispiel einen Vakuumgreifer, der für den Transport von besonders schweren Gegenständen entwickelt wurde…“

Sie unterstreicht, wie wichtig ihre Arbeit für die Qualität des Arbeitslebens der Logistiker ist. „Die Roboter, die wir entwickeln, nehmen den Menschen die Arbeiten ab, die zu gefährlich, manchmal anstrengend und oft sehr zeitaufwändig sind. Diese Roboterarme sind also eine echte Hilfe für die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit, indem sie ihnen die körperliche Anstrengung ersparen und sich auf Aufgaben mit Mehrwert konzentrieren können… was ihr Wohlbefinden bei der Arbeit verbessert!“ Marina ist stolz auf diese Tatsache. „Ich habe das Gefühl, dass ich wirklich zum Fortschritt in unserer Gesellschaft beitragen kann.“

Die erste Ingenieurin, die an dem Projekt teilnimmt – aber nicht die letzte!

In Zukunft möchte Marina als Systemarchitektin arbeiten, um eine umfassendere Sicht auf Robotersysteme zu bekommen, die technischen Wechselwirkungen zwischen Hardware und Software besser zu verstehen und dadurch das Ergebnis ihrer Arbeit noch mehr zu schätzen. „Zu sehen, wie ein Roboter die Funktion ausführt, die ich bei einem Kunden mitentwickelt habe, ist an sich schon sehr befriedigend, aber zu verstehen, wie alles auf Systemebene zusammenhängt wäre noch schöner!“

Diese Liebe zur Technik, die Marina schon in jungen Jahren verspürte als sie begann sich für die Funktionsweise von Maschinen zu interessieren, überraschte anfangs viele, da sie als erste weibliche Expertin an dem Projekt teilnahm. „Die Wahrnehmung der Gesellschaft ändert sich“, betont sie. „Ich habe mich in meiner Rolle sehr schnell wohl gefühlt, denn ich habe schnell bewiesen, dass ich wichtige Fähigkeiten in das Team und das Projekt einbringen kann.“

Welchen Rat würde sie jungen Mädchen geben, die vielleicht noch zögern, einen Ingenieurberuf zu ergreifen? „Immer mehr Frauen kommen in unsere Teams…Wenn Sie also Herausforderungen und Spitzentechnologien mögen, sollten Sie die Statistiken, die eine Unterrepräsentation von Frauen im Ingenieurwesen suggerieren, widerlegen und es einfach versuchen!“

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