Vom VIE zum Head of Operational Controlling: warum sich der Schritt ins Ausland lohnt

Jean-Loup
Head of Operational Controlling
Der Berufseinstieg ist für viele Absolventinnen und Absolventen eine Zeit voller Möglichkeiten. Doch welcher Weg führt langfristig zum Erfolg? Für unseren heutigen Interviewpartner Jean-Loup Pillou begann die Karriere bei ALTEN vor vielen Jahren im Financial Controlling. Nach einer ersten erfolgreichen Station, einer zwischenzeitlichen Pause und zahlreichen internationalen Erfahrungen ist er heute Head of Operational Controlling bei ALTEN Germany.
Im Gespräch berichtet er über seinen Karriereweg, die Vorteile eines internationalen Arbeitsumfelds, persönliche Highlights und warum er jungen Talenten empfiehlt, den Schritt ins Ausland zu wagen.
Welche Position hast du derzeit bei ALTEN?
Ich bin seit viereinhalb Jahren Head of Operational Controlling bei ALTEN. Meine Abteilung besteht aus zwei Teams: dem Project Controlling und dem CGO Front Team, das sich vereinfacht gesagt um vertriebsnahe Controlling-Themen kümmert.
Unsere Aufgabe ist es, relevante Kennzahlen und KPIs zu ermitteln und Transparenz über die wirtschaftliche und operative Lage des Unternehmens zu schaffen. Wir liefern dem Management – von den ersten Führungsebenen bis hin zum Top-Management – zeitnah wichtige Informationen. Dadurch können fundierte Entscheidungen getroffen und die Entwicklung des Unternehmens gezielt gesteuert werden.
Was macht ALTEN zu einem guten Arbeitgeber und würdest du dich wieder für das Unternehmen entscheiden?
Definitiv. ALTEN ist eine sehr dynamische Firma, in der es nie langweilig wird. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und die Entwicklungsmöglichkeiten vielfältig. Besonders schätze ich das internationale Umfeld. In meinem Arbeitsalltag nutze ich regelmäßig drei Sprachen – manchmal sogar vier. Das macht die Arbeit für mich besonders spannend.
Darüber hinaus gefällt mir die Unternehmenskultur. Der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen ist unkompliziert, flexibel und wertschätzend. Die Zusammenarbeit innerhalb der Teams und über Abteilungsgrenzen hinweg empfinde ich als sehr kollegial und angenehm.
Und ja, ich würde mich wieder für ALTEN entscheiden – tatsächlich habe ich das bereits getan. Nach meiner ersten elfjährigen Karrierephase bei ALTEN im Financial Controlling habe ich das Unternehmen verlassen. Rund vier Jahre später bin ich zurückgekehrt. Dass ich mich ein zweites Mal bewusst für ALTEN entschieden habe, spricht eigentlich für sich.
Warum hast du dich entschieden, nach Deutschland zu kommen?
Damals hatte ich gerade mein Studium abgeschlossen. Zuvor hatte ich bereits ein Erasmus-Auslandssemester in Schweden absolviert und außerdem ein Praktikum in Bremen gemacht.
Diese internationalen Erfahrungen haben mich stark geprägt. Besonders mein Aufenthalt in Schweden hat mir gezeigt, wie bereichernd es sein kann, in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. Deshalb stand für mich fest, dass ich nach dem Studium erneut ins Ausland gehen wollte. Über das V.I.E.-Programm habe ich schließlich eine Möglichkeit in München gefunden. Das war der Beginn eines Weges, der mein Leben nachhaltig verändert hat.
Was war bisher dein persönliches Highlight bei ALTEN?
Das ist tatsächlich eine schwierige Frage, weil es viele Highlights gab. Beruflich zählen sicherlich die Einführung von SAP in Deutschland sowie die Integration zahlreicher neuer Unternehmen zu den prägendsten Erfahrungen meiner Karriere. Beide Themen waren äußerst anspruchsvoll und gleichzeitig sehr lehrreich. Solche Projekte bieten die Möglichkeit, sich fachlich und persönlich enorm weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus erinnere ich mich gerne an die gemeinsamen Erlebnisse mit Kolleginnen und Kollegen. Besonders beeindruckend war eine Reise nach Paris mit rund 200 Mitarbeitenden. Der Besuch des Eiffelturms und eine Schifffahrt auf der Seine bei bestem Wetter bleiben unvergessliche Erinnerungen. Solche Momente zeigen, dass Karriere nicht nur aus Projekten und Zahlen besteht, sondern auch aus Begegnungen, Teamgeist und gemeinsamen Erfahrungen.
Welchen Rat würdest du Absolventen geben?
Ich würde jungen Talenten auf jeden Fall empfehlen, ein V.I.E. oder eine vergleichbare internationale Erfahrung zu machen. Gerade zu Beginn der Karriere ist man häufig noch geografisch flexibel und offen für Neues. Diese Phase sollte man nutzen. Ein Aufenthalt im Ausland bietet die Chance, erste relevante Berufserfahrungen zu sammeln und gleichzeitig persönlich zu wachsen.
Man lernt, sich auf neue Situationen einzustellen, entwickelt einen anderen Blickwinkel, verbessert seine Sprachkenntnisse und erweitert seinen Horizont enorm. Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, begleiten einen oft ein Leben lang. Das Schöne daran ist: Nach dem V.I.E. stehen alle Wege offen. Man kann in die Heimat zurückkehren oder sich entscheiden, im Ausland zu bleiben.
Bei mir war ursprünglich geplant, nur zwei bis drei Jahre in Deutschland zu verbringen. Heute lebe ich bereits seit rund 20 Jahren hier. Das zeigt, wie unerwartet und spannend sich ein Karriereweg entwickeln kann.
Hast du einen Kulturschock erlebt?
Eigentlich nicht. Ich hatte bereits vor meinem Umzug nach Deutschland mehrere Auslandserfahrungen gesammelt und war deshalb gut auf ein internationales Umfeld vorbereitet. Außerdem interessiere ich mich grundsätzlich für andere Menschen und Kulturen.
Natürlich gibt es immer Unterschiede zwischen Ländern, aber genau diese Unterschiede machen internationale Erfahrungen so wertvoll. Wer offen auf Neues zugeht, kann daraus sehr viel lernen – sowohl beruflich als auch persönlich.
Du möchtest auch ein Teil von ALTEN werden?